Herzinfarkt Symptome bei Frauen und Männern

Herzinfarkt Symptome sind einerseits schon sehr lange bekannt, andererseits können sie unterschiedlich ausfallen. Schon die alten Ägypter kannten den Herzinfarkt und beschrieben die Symptome mit Brust-, Oberarm- und Magenschmerzen, entsprechende Darstellungen finden sich auf alten Papyri.

Frauen sind ebenso oft betroffen wie Männer, sie versterben sogar häufiger am Infarkt. Ihre Symptome stellen sich jedoch etwas anders dar als bei Männern, vor allem werden sie häufiger ignoriert.

Die wichtigsten Herzinfarkt Symptome

Eine schmerzende Brust, auch beidseitig, Schmerzen im linken Arm, Magenschmerzen und anhaltende Übelkeit sind typische Herzinfarkt Symptome, auch Husten, bei dem das Herz wehtut (nicht allein die Lunge), und starke, tagelange Atemnot, wobei gerade solche Symptome falsch gedeutet werden. Sie betreffen vielfach Raucher, die bevorzugte (aber nicht alleinige) Zielgruppe für den Infarkt, diese Personen deuten die Symptome zwangsläufig anders und bringen sie allein mit dem Zigarettenrauch in Verbindung.

Typische Herzinfarkt Symptome bei Männern sind:

-Schmerzen im Brustkorb
-Schmerzen im linken Arm
-Atembeschwerden
-Bewusstlosigkeit
-Engegefühl

Gerade die Brustenge ist ein typisches Symptom für den männlichen Herzinfarkt.

Bei Frauen stellt sich dieser oftmals ganz anders dar, hier sind die häufigsten Symptome:

-Schwindelgefühl
-Bauchschmerzen
-Übelkeit

Jüngere Frauen verspüren diese Symptome bei einem Herzinfarkt bevorzugt, die Brustenge von Männern ist hingegen sämtlichen Frauen fast unbekannt. Bei beiden Geschlechtern kommen ein flacher, fast nicht spürbarer Puls und ein erniedrigter Blutdruck hinzu.

Weitere Herzinfarkt Symptome bei Frauen

Da die Brustenge fehlt, werden die Symptome gerade bei jüngeren Frauen falsch oder zu spät gedeutet, was eine Ursache für die erhöhte Mortalitätsrate dieser Personengruppe ist. Die Behandlung wird zu spät aufgenommen, 45,2 Prozent der Frauen versterben daher am Herzinfarkt gegenüber 36,5 Prozent der männlichen Patienten.

Soziokulturelle Faktoren sind ebenso essenziell: Frauen verdrängen körperliche Warnzeichen eher, sie sind “tapfer” und halten durch, spotten auch gern über hypochondrische Männer, denen ihr “Gejammere” im Ernstfall das Leben retten kann. Der stumme Infarkt erzeugt überhaupt keine Herzinfarkt Symptome, gerade bei Frauen nicht, obgleich es diesen Fall auch unter Männern gibt. Hier wird der Infarkt erst per EKG festgestellt.

Patientinnen schildern Herzinfarkt Symptome anders als Männer; sie klagen über Stress und Ängste, reden aber nicht über körperliche Beschwerden. Ärzte können dadurch zu Fehldiagnosen verleitet werden und eher psychische Krankheiten für ursächlich halten. Das ist auch nicht völlig falsch, denn Stress löst eindeutig Herzbeschwerden aus. Wenn es aber um die akute Behandlung des Infarktes selbst geht, zählen Minuten und manchmal Sekunden, keine Psychotherapie.

Klinische Unterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen in der Reaktion des Herzens auf erhöhten Blutdruck: Bei Männern erweitert sich die linke Kammer des Herzens, das Blut wird dann nicht kräftig genug abgepumpt. Bei Frauen hingegen verdickt sich der Herzmuskel, was die Entspannungsphase beeinträchtigt.

Herzinfarkt Symptome und Defibrillator-Einsatz

Sollte die Symptomatik auf Kammerflimmern oder -flattern beziehungsweise pulslose ventrikuläre Tachykardie hindeuten, wäre der Defibrillator das Mittel der Wahl. Beim Kammerflimmern wird der Herzmuskel unkontrolliert erregt, er “flattert” oder flimmert, was an einem Zucken in hoher Frequenz zu erkennen ist. Die sofortige Defibrillation sorgt dafür, dass die Muskeln wieder gleichzeitig erregt werden und in ihren gewohnten Rhythmus zurückfinden.

Hierzu gibt man der Person einen kurzen Stromstoß von 150 bis 200 Joule biphasisch. Sollte nur ein monophischer Defibrillator zur Verfügung stehen, werden als Spannung 360 Joule gewählt. Jede Minute ohne den Einsatz des Defibrillators verringert die Überlebenschance um zehn Prozent. Sollte kein Defibrillator in der Nähe sein, muss mit Herzdruckmassage und Beatmung gearbeitet werden. Bei einer Asystolie hingegen steht das Herz absolut still, es sind weder Puls noch Herzschlag messbar.

Hier wäre der Defibrillator völlig zwecklos beziehungsweise kontraproduktiv, auch wenn er in filmischen Arztserien in solchen Fällen verwendet wird (völlig falsch).

Einzige Hilfsmittel bis zum Eintreffen des Notarztes (Telefon: 112) sind die Herzdruckmassage und die Beatmung, der Arzt gibt dann Adrenalin.